Der Wirtschaftsstandort


Der Wirtschaftsstandort Liechtenstein ist durch einen hohen Industrialisierungsgrad geprägt. Rund 40 Prozent der Arbeitskräfte sind in der Industrie beschäftigt. Das Rückgrat der liechtensteinischen Industrie bilden dabei neben einer überschaubaren Zahl von Grossunternehmen vor allem die vielen Klein- und Mittelbetriebe.

 

Der Wirtschaftsstandort Liechtenstein ist in den vergangenen Jahrzehnten derart gewachsen, dass er mittlerweile mehr Arbeitsplätze bietet, als das Land Einwohner zählt. Das Modell funktioniert, weil über die Hälfte der Beschäftigten täglich von ihrem Wohnort im Ausland über die Grenze an ihren Arbeitsplatz in Liechtenstein pendeln.

 

Zu den wichtigsten Stützen der Wirtschaft zählen die Dentaltechnologie, Bautechnologie, die Automobilzuliefererbranche und hochspezialisierte Unternehmen im Bereich Optische Beschichtungen. Insgesamt sind in Liechtenstein über 14 000 Menschen in Industrieunternehmen beschäftigt.

 

Der Finanzplatz

Einen wichtigen Bestandteil der Liechtensteiner Volkswirtschaft stellt der professionelle und innovative Finanzplatz dar. Nach der Industrie bilden die Finanzdienstleistungen den grössten Wirtschaftssektor. Als sicherer Hafen im Herzen Europas ist Liechtenstein prädestiniert für Finanzdienstleistungen. Der freie Zugang zu den Märkten sowohl in der Schweiz als auch in der EU, die wirtschaftliche und politische Stabilität und das hohe Mass an Privatsphäre zeichnen den Finanzplatz aus, in dem rund 6300 Personen beschäftigt sind.

 

AAA-Rating

Liechtensteins Finanzdienstleister und deren Kunden profitieren von politischer Kontinuität und wirtschaftlicher Stabilität. Auch die Analysten von Standard & Poor’s bestätigen die hohe Attraktivität des Landes. Seit Jahren bewerten sie Liechtenstein mit einem AAA-Rating und betonen den stabilen Ausblick. Zudem steht der schuldenfreie Kleinstaat für eine traditionell liberale Wirtschaftsordnung. Bezeichnend für Liechtenstein ist ebenso der schlanke Staatsapparat. Die Staatsquote ist mit rund 24 Prozent die tiefste aller europäischen Länder. Dafür sorgen unter anderem die kurzen Wege in der Verwaltung, welche schnell und unbürokratisch zu Resultaten führen.

 

Freier Marktzugang nach Europa

Seit 1995 ist Liechtenstein Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Für Liechtensteiner Unternehmen besteht dadurch freier Marktzugang zu 31 Staaten und rund 500 Millionen Menschen in Europa. Der freie Waren-, Personen-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr vereinfacht die Geschäftsbeziehungen mit Europa. Die Zoll- und Währungsunion mit der Schweiz sichert zudem den Marktzugang zum Nachbarstaat.

 

Schutz der Privatsphäre

Bereits im März 2009 verdeutlichte Liechtenstein seine Position zum Schutz der Privatsphäre der Kunden des Finanzplatzes und zum Bankkundengeheimnis. Gleichzeitig bekräftigte das Fürstentum seine Bereitschaft, Verhandlungen über Abkommen betreffend den Informationsaustausch in Steuerfragen aufzunehmen, um dem globalen Problem des Steuerbetrugs und der Steuerhinterziehung sowie der Doppelbesteuerung zu begegnen. Damit stellte sich Liechtenstein seiner Verantwortung sowohl gegenüber den berechtigten Steueransprüchen anderer Staaten als auch gegenüber dem Vertrauen der Kunden des Finanzplatzes.

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